VON DER GRÜNDUNG ZUM INVESTMENT
Thiago Calderaro
Innovation, Durchhaltevermögen und eine klare Vision – das sind die Bausteine erfolgreicher Unternehmen. Doch was unterscheidet eine vielversprechende Idee von einem skalierbaren Geschäftsmodell? Und wie schaffen es Startups, Investierende für sich zu gewinnen? Carlo Matic, erfahrener Seriengründer und Angel Investor, kennt die Antworten. Seine mehr als 25 Jahre in der digitalen Wirtschaft haben ihm gezeigt, worauf es wirklich ankommt.
Warum sich erfolgreiche Startups im Sport durchsetzen
Der Sportsektor verändert sich rasant. Digitalisierte Trainingsmethoden, datenbasierte Analysen und neue Geschäftsmodelle prägen die Branche. Wer hier ein Startup aufbaut, muss tiefes Wissen über den Markt mitbringen und eine echte Lösung für ein bestehendes Problem bieten. Investitionen in Sport-Startups lohnen sich dann, wenn sie Innovation mit echtem Mehrwert verbinden.
Vom Coach zum Gründer: Ein klarer Vorteil
Gründerinnen und Gründer im Sportbereich haben oft einen entscheidenden Vorteil: Sie kommen direkt aus der Praxis. Sie kennen die Herausforderungen von Athletinnen und Athleten, Coaches sowie dem Clubmanagement aus erster Hand. Das unterscheidet sie von klassischen Tech-Startups, die erst mühsam Marktforschung betreiben müssen.
Auch CoachingArea ist aus dieser Praxis heraus entstanden. Thiago Calderaro hat als Coach selbst erlebt, welche strukturellen Probleme der Sport aufweist. Statt einer Theorie folgte eine klare Mission: Eine digitale Lösung, die den Arbeitsalltag in der Team-, Club- und Turnierorganisation effizienter macht. Für Investierende ist diese authentische Erfahrung ein echter Mehrwert. Sie zeigt, dass das Startup nicht auf Vermutungen, sondern auf realem Bedarf basiert.
Innovation bedeutet nicht immer radikale Neuerfindung
Viele denken, Innovation müsse immer etwas völlig Neues sein. Doch oft entstehen die besten Lösungen, indem vorhandene Technologien weiterentwickelt und neu kombiniert werden. Das gilt besonders im Sport.
Was macht eine digitale Lösung wirklich innovativ?
Sie löst ein echtes Problem.
Sie verbessert bestehende Prozesse spürbar.
Sie lässt sich intuitiv nutzen.
Sie ist skalierbar und anpassbar.
Eine App oder Plattform ist nur dann erfolgreich, wenn sie den Alltag der Nutzenden erleichtert. Wer etwa Coaches oder das Clubmanagement als Zielgruppe hat, muss bedenken: Deren Zeit ist knapp. Lösungen müssen nicht nur funktional, sondern auch einfach in der Anwendung sein.
Was macht ein Startup für Investierende attraktiv?
Carlo Matic hat in zahlreiche Startups investiert und weiß, worauf es ankommt:
Expertise und Leidenschaft – Die Gründerinnen und Gründer müssen tief in ihrer Branche verwurzelt sein. Wer nur ein Marktpotenzial sieht, ohne wirklich für das Thema zu brennen, wird scheitern.
Klare Vision, realistische Umsetzung – Eine gute Idee reicht nicht. Ein belastbarer Plan, wie das Unternehmen wächst, ist entscheidend.
Skalierbarkeit – Lässt sich die Lösung einfach auf größere Märkte ausweiten? Ohne Skalierbarkeit bleibt das Wachstum begrenzt.
Authentizität und Glaubwürdigkeit – Wer als Investor oder Investorin überzeugt werden will, muss spüren, dass das Team für die Idee lebt. Keine leeren Phrasen, sondern echte Überzeugung.
Flexibilität und Lernbereitschaft – Der ursprüngliche Plan funktioniert selten zu 100 %. Die besten Gründerinnen und Gründer passen sich schnell an neue Erkenntnisse an.
Diese Punkte sind entscheidend – auch für ein Startup wie CoachingArea. Das Team hat es geschafft, eine digitale Lösung zu entwickeln, die nicht nur modern ist, sondern sich direkt aus der Praxis ableitet. Dadurch entsteht eine besonders starke Bindung zur Zielgruppe.
Wie Sport-Startups langfristig erfolgreich bleiben
Gerade im Sportbereich gibt es immer wieder neue Trends. Startups müssen sich also anpassen können, ohne ihre Kernidee zu verlieren. Dabei hilft es, sich auf einige Grundprinzipien zu konzentrieren:
Fokus auf echten Mehrwert: Wer ein Produkt oder eine Plattform entwickelt, sollte nicht von Features, sondern von Problemen ausgehen. Welches Problem wird gelöst?
Direkter Kontakt zur Zielgruppe: Das beste Feedback kommt nicht von Beraterinnen und Beratern, sondern von denen, die das Produkt täglich nutzen.
Langfristige Strategie statt kurzfristige Hypes: Nicht jeder Trend hält, was er verspricht. Investitionen sollten nachhaltig gedacht werden.
Das wichtigste Learning für Gründerinnen und Gründer
Ob im Sport oder in der digitalen Wirtschaft – der Weg zum erfolgreichen Startup ist selten geradlinig. Carlo Matic gibt angehenden Gründerinnen und Gründern folgende Tipps mit auf den Weg:
Kennt eure Zielgruppe in- und auswendig. Je besser ihr versteht, was sie wirklich braucht, desto erfolgreicher wird eure Lösung.
Testet so früh wie möglich. Entwickelt einen Prototypen und lasst ihn von echten Nutzenden ausprobieren. Erst dann zeigt sich, ob eure Annahmen stimmen.
Bootstrapping statt zu früh Kapital aufnehmen. Wer mit eigenen Mitteln startet, behält Kontrolle und Unabhängigkeit. Venture Capital kann später als Beschleuniger dienen, ist aber kein Selbstzweck.
Seid leidenschaftlich, aber flexibel. Wer stur an einer Idee festhält, ohne auf den Markt zu hören, wird es schwer haben.
Investiert in euer Netzwerk. Kontakte in der Branche sind unbezahlbar – sie bringen Wissen, Kooperationen und manchmal sogar Investierende.
Fazit: Erfolg ist planbar – mit der richtigen Strategie
Sport-Startups haben großes Potenzial. Die Branche entwickelt sich rasant, die Digitalisierung bietet riesige Chancen. Doch Erfolg kommt nicht von selbst. Er entsteht durch tiefes Marktverständnis, eine klare Vision und kontinuierliches Lernen.
Startups wie CoachingArea zeigen, dass die besten Ideen oft aus der Praxis kommen. Wer es schafft, Innovation sinnvoll einzusetzen und echten Mehrwert zu bieten, hat beste Chancen, sich durchzusetzen – und vielleicht sogar Investierende wie Carlo Matic für sich zu gewinnen.
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